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Ernährung bei Arthrose – was gut tut und was eher nicht

Ernährung bei Arthrose – was gut tut und was eher nicht

Bewegung, medikamentöse Therapie, Schonung – und trotzdem bleiben die Schmerzen.

Arthrose gehört für viele Menschen in Deutschland zum Alltag. Die Beschwerden kommen und gehen, sind mal lästig, mal kaum spürbar. Früher oder später stellen sich die meisten Betroffenen aber die gleiche Frage: „Gibt es noch etwas, das ich tun kann?“

Die gute Nachricht: Ja – manchmal liegt die Antwort sogar direkt auf dem Teller.


Wie Ernährung bei Arthrose helfen kann

Was wir täglich essen, beeinflusst nicht nur unser allgemeines Wohlbefinden, sondern auch unsere Gelenke. Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung kann Schmerzen nicht einfach „wegessen“, aber sie kann helfen, Entzündungsprozesse im Körper zu regulieren, das Immunsystem zu unterstützen und damit das tägliche Wohlbefinden zu verbessern.


Die besten Lebensmittel bei Arthrose

Fette – die Qualität entscheidet
Viele denken bei Arthrose zuerst an Verzicht – vor allem auf Fett. Dabei kommt es entscheidend auf die Qualität und Menge an. Hochwertige pflanzliche Öle wie Oliven- oder Leinöl sowie Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch wirken nachweislich entzündungshemmend und können die Gelenke entlasten. Im Gegensatz dazu gelten gesättigte Fette aus Wurst, Butter oder frittierten Speisen als ungünstig bei Arthrose.

Gewürze – kleine Helfer mit großer Wirkung
Auch in der Küche schlummern natürliche Helfer. Kurkuma, genauer gesagt sein Inhaltsstoff Curcumin, wird traditionell bei Gelenkbeschwerden eingesetzt und gilt als entzündungshemmend. Ingwer ist ebenfalls beliebt wegen seiner schmerzlindernden und durchblutungsfördernden Eigenschaften. Ob als Tee, frisch gerieben im Essen oder im Smoothie - wichtig ist die regelmäßige Anwendung.

Obst & Gemüse – bunt, frisch, gelenkfreundlich
Eine ausgewogene Ernährung bei Arthrose ist ohne frisches Gemüse und Obst kaum denkbar. Sie liefern dem Körper wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe – Nährstoffe, die die Verdauung fördern, das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel in Schwung bringen. Bestimmte Sorten gelten dabei als besonders wohltuend, zum Beispiel:

  • Beeren, Kirschen, Äpfel
  • Brokkoli, Grünkohl, Spinat und Karotten

Diese Lebensmittel enthalten eine Vielzahl an Antioxidantien und entzündungshemmenden Pflanzenstoffen, die den Gelenken guttun können. Eine pflanzreiche Ernährung unterstützt zudem ein gesundes Gleichgewicht von Blutzucker und Cholesterin, was sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken kann.

Tipp: Frisch ist besser als verarbeitet. Obstmus, Trockenfrüchte oder Säfte enthalten oft mehr Zucker als erwartet.

Zusätzliche Unterstützung für die Gelenke
Ernährung ist die Basis, aber manchmal kann es sinnvoll sein, gezielt zu ergänzen – mit bestimmten natürlichen Wirkstoffen. GELENCIUM Curcuma Plus enthält hochwertiges und hochdosiertes Curcumin in optimierter Form mit 8 verschiedenen essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen. Auch GELENCIUM Enzym Complex vereint ausgewählte pflanzliche Enzyme, die dabei helfen können, die Stoffwechselprozesse im Körper sanft zu regulieren. Solche Ergänzungen können eine gute Unterstützung im Alltag sein. Natürlich zusätzlich zur Ernährung, nicht als Ersatz.


Diese Lebensmittel sollten Sie bei Arthrose meiden

Zucker – lieber maßvoll genießen
Sie wissen bereits, welche Lebensmittel hilfreich sein können. Genauso wichtig ist es, ungünstige Einflüsse im Blick zu behalten. Insbesondere wenn es um versteckte Entzündungsförderer wie Zucker geht. Süßigkeiten, Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel schmecken zwar gut, enthalten aber oft mehr als nur Geschmack. Sie liefern versteckten Zucker, ungesunde Fette und künstliche Zusatzstoffe, die entzündliche Reaktionen im Körper fördern können. Diese Prozesse verlaufen meist unbemerkt. Sie wirken im Hintergrund und genau das kann sich mit der Zeit auf die Gelenke auswirken.

Studien zeigen: Wenn Zellen regelmäßig zu viel Zucker aufnehmen, wird eine ganze Kaskade entzündungsfördernder Reaktionen im Körper ausgelöst. Außerdem kann eine zuckerreiche Ernährung Übergewicht begünstigen und die Gelenke damit zusätzlich stark belasten.

Salz – weniger tut oft besser
Auch zu viel Salz kann die Gelenke belasten, indem es Wassereinlagerungen fördert. Achten Sie auf versteckte Salzquellen wie Fertigprodukte, Käse, Brot oder salzige Snacks. Weniger ist hier oft mehr – zum Wohl Ihrer Gelenke und Ihres Kreislaufs.


Praktische Ernährungstipps bei Arthrose

Eine gesunde Ernährung beginnt aber nicht mit Verboten, sondern mit kleinen, bewussten Entscheidungen. Es geht nicht darum, alles sofort perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt neue Gewohnheiten zu entwickeln, die gut tun und im Alltag funktionieren.

Damit dies leichter gelingt, haben wir eine einfache Merkhilfe vorbereitet – die GELENCIUM-Formel. Jeder Buchstabe steht für einen praktischen Tipp, der dabei hilft, Ernährung gelenkfreundlich und alltagstauglich zu gestalten.

Die GELENCIUM-Formel

  • G – Gemüse zu jeder Mahlzeit
    Frisch oder gegart, bunt oder saisonal – idealerweise zum Frühstück, Mittag- und Abendessen.
  • E – Erfrischende Getränke statt Zuckerfallen
    Wasser mit Zitrone, Gurke oder Ingwer ist oft die bessere Wahl als Limonaden oder zuckerhaltige Softgetränke.
  • L – Leichte Fette bevorzugen
    Pflanzliche Öle wie Oliven- oder Leinöl verwenden. Wo möglich, fettarme Alternativen wählen.
  • E – Ersatz für Süßes finden
    Statt Schokoriegel lieber Beeren, Apfelschnitze oder eine Handvoll Nüsse genießen.
  • N – Neue Ernährung bewusst planen
    Wer Mahlzeiten im Voraus plant und gezielt einkauft, greift seltener zu Ungesundem.
  • C – Clevere Fleischwahl treffen
    Besser gedünsteten Fisch oder Geflügel statt Wurst oder Panade. Auch Hülsenfrüchte sind eine gute Alternative.
  • I – Intelligent einkaufen
    Was nicht im Schrank liegt, wird auch nicht spontan gegessen. Lieber gezielt Süßes reduzieren.
  • U – Unbedingt ausreichend trinken
    Regelmäßig trinken hilft, Gelenke und Gewebe gut zu versorgen.
  • M – Meiden Sie Alkohol, Koffein und Nikotin
    Diese Stoffe können Entzündungen fördern. Bewusster Umgang lohnt sich.


Literaturverzeichnis:
1) Universitätsklinikum Würzburg, 2023 – „Wie Zucker Entzündungen fördert“ https://www.ukw.de/aktuelle-meldungen/detail/news/wie-zucker-entzuendungen-foerdert/.
2) Sköldstam, L. et al. (2020): Can a Mediterranean diet reduce osteoarthritis progression and symptoms? In: PMC7161934 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7161934/.

Autor

Dr. Hari Sven Krishnan

Dr. Hari Sven Krishnan
Gelenkexperte und ehemaliger Chefapotheker

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